Über hhirschel

In Richtung eines weltgemeinschaftlichen Nachhaltigkeitsmanagements auf Basis miteinander kommunizierender Nachhaltigkeitsstrategien / ökologischer Umbauprogramme denkender bzw. gehender Projekteur der entwicklungspolitischen Umweltbildung. Motto: Lokal & Global ZUKUNFTSFÄHIG denken & handeln! Als Diplomsoziologe Freund öko-soziologischer Forschungs-Perspektiven, mit Marx im Grünen, seit den 1970er Jahren verschlungende Pfade der - auch höchstpersönlichen - Arbeiteremanzipation gehend und dabei immer wieder politisch/gesellschaftlich aktiv (Chile-Kommitee, Anti-AKW-Bewegung, KB, Stadtteilzeitung, Alternative Liste/Grüne, Amazonientage, Aktionszeitungen wie zur IWF/Weltbanktagung, Klimabündnis, Lokale Agenda 21) Weiß Zeitsouveränität, Wanderungen auf Berlins grünen Wegen, Meinungsstreit, Erörterung und Kooperation, Fernsicht wie auch den Blick auf mir Naheliegende/s - und auch private Schutzräume zu schätzen. :-))

Ohweh, wieder so ein grassliches Gedicht?

Das fängtschon etwas merwürdig an

“Dem Chaos nah, weil dem Markt nicht gerecht,
bist fern Du dem Land, das die Wiege Dir lieh”

Was mag das für ein Markt sein, der dem Dichter als Maßstab für eine ihm genehme  Ordnung taugt? Und wer das besungene Subjekt?

Zwei Zeilen weiter fällt mir wieder ein, was mir bereits zu Augen gekommen war. Es geht um Griechenland!

“Als Schuldner nackt an den Pranger gestellt, leidet ein Land, dem Dank zu schulden Dir Redensart war.”

Griechenland sei Dank? Ach ja, von Griechenland, sprechen schon lange sehr kluge Köpfe als Wiege einer ihnen angenehmen Ordnung, die auf Basis von Marktwirtschaft (zunächst allerdings des Sklavenmarktes) funktioniert und wo deshalb einigermaßen kultiviert zugeht. Wenn man von Kleinigkeiten wie der Kolonialgeschichte absieht oder besondere Umstände aus einem Land der Dichter und Denker eines der Richter und Henker machen:

“Die mit der Waffen Gewalt das inselgesegnete Land
heimgesucht, trugen zur Uniform Hölderlin im Tornister.”

Ok, es geht erneut um den spezifischen Umgang des Literaturnobelreisträgers G. Grass mit den ihm eigentümlichen Schuldgefühlen In diesem Fall musste also gesagt werden, dass auch normalerweise ganz nette und kultiviert lebende Leseratten am Blut- und Bodenrausch Nazideutschlands teil hatten. Was, wenn man so will, der reinen  Idee einer einkaufsadadiesiche Unschuld vermittelnden Vermittlung von Produktion und Aneignung bzw. Konsum (= Marktwirtschaft) nicht gerecht wird. (Andere behaupten allerdings, dass der als gigantischer Raubmord angelegte Feldzug Hitlerdeutschlands nur ein erster Versuch war, Erfolgsbedingungen für eine europäische Marktordnung herzustellen, die der US-amerikanischen Konkurrenz gewachsen sein würde)

Mit dem gescholtenen Land scheint diesmal jedenfalls Deutschland gemeint zu sein, dessen historisches Schuldkonto gegenüber Griechenland auch noch, wie es eine Zeile später heißt, durch Kumpanei mit der einstigen Militärdiktatur über Griechenland gewachsen war. Und jetzt lagern in Tresoren Deutscher Banken auch noch, wie danach zu erlesen ist,  die Reichtümer, die gut betuchte aber nicht sehr patriotische Griechen außer Landes geschafft hatten.

Und so endet das Gedicht mit einer Warnung an Deutschland, dass es sich mit der Erpressung des “doofen Restes” Griechenlands (das kein Vermögen hat, das sich ins Ausland transformieren lässt) selbst geisitg abschafft:

“Geistlos verkümmern wirst Du ohne das Land,
dessen Geist Dich, Europa, erdachte.”

Nicht Deutschland? Europa? Egal, jedenfalls ein großer Binnenmarkt der einigermaßen demokratisch für seine gehobene Stellung innerhalb der globalen Ausbeutungsverhältnisse sorgt und sich deshalb in der Tat um die Bindekraft seiner Ursprungsmythen sorgen muss. Angesichts der ansonsten ja leider sehr chouwinistischen Töne gegen Griechenland aber immerhin eine eher zivilitatorische Stimme. Was Grass dichterische  Ausfälle gegen Israel allerdings nicht besser macht.

Und es bleibt auch ein seltsames Gefühl angesichts der Andeutung eines ansich edlen Europas, das sich durch einen  – vermeintlicht – “marktfremden” Finanzmarktkapitalismus seiner Selbst  entfremdetent hat. Aber lassen wir es mal gut sein …

Das ganze Gedicht gibt es in der SZ vom 25.5.12

Und was bringt die Taz an Neuigkeiten?

A) BEMERKENSWERT

1.) Der neue Umweltminister Altmaier bietet die Chance für einen Neubeginn – Ende einer missglückten Zweckehe (Kommentar von Malte Kreutzfeldt

Anm. hh: Durch Norbert Röttgen bin ich nie wirklich durchgestiegen.Mehr und mehr schien mir dem Ex-SPD-Chef Rudorf Scharping ähnliche zu werden, dem einstigen Symbol für politische Inhaltsleere mit Kanzlerambitionen. Was treibt einem Umweltminister, im Rio+20 Jahr mal eben nebenbei NRW-Ministerpräsident werden zu wollen und als “Wahlkampfschlager” neben neoliberalen Luftblasen (“Bürokratieabbau”)  eine Erhöhung der Kilometerpauschale zu fordern. (Sogar Wolfgang Schäubele hatte sich darüber öffentlich gewundert).

MK kommentiert:

Norbert Röttgen hat die hohen Erwartungen nie erfüllt, die seine Intelligenz, sein Machtinstinkt und seine Nähe zur Kanzlerin einst geweckt hatten. Wie seine Amtsvorgänger Angela Merkel und Sigmar Gabriel wollte er den Posten des Umweltministers zwar gern als Karrieresprungbrett nutzen – allerdings ohne sich auf das Thema wirklich einzulassen.

Röttgen verkaufte die Verlängerung der AKW-Laufzeiten ebenso als Erfolg wie später die Verkürzung. Er hielt auf Klimakonferenzen wohlklingende Reden und bremste zu Hause die Energiewende. Und aus Angst vor Kritik stellte er dabei den Sachverstand im eigenen Ministerium kalt.

Die größte Enttäuschung war aber Röttgens Durchsetzungsschwäche. Wenn er denn doch mal für die richtigen Ziele einstand, etwa beim Kampf für mehr Energieeffizienz oder bei der Verteidigung der erneuerbaren Energien, dann scheiterte der vermeintlich so strategische und vernetzte Norbert Röttgen ein ums andere Mal an der siechenden FDP oder am Wirtschaftsflügel der eigenen Partei. Seine Entlassung ist darum das begrüßenswerte Ende einer Zweckehe, die nie wirklich funktioniert

Dass der vom Taz-Kommentator als neuer Hoffnungsträger vorgestellte Peter Altmaier wirklich ein Gewinn ist, muss allerdings bezweifelt werden. Die Linke und Vorsitzende des Umweltausschusses, Eva Bulling-Schröter warnt:

„Röttgens designierter Nachfolger Peter Altmaier hat sich bislang nicht gerade durch Aktivitäten in der Umweltpolitik hervorgetan. Bei seinem einzigen Auftritt im Umweltausschuss ging es ihm darum, die erklärteLaufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke durchzupeitschen.”

B) BAD NEWS

1.) Frankfurt blockiert und räumt (17.5.12) Nach friedlichen Protesten trägt die Polizei am Abend hunderte Demonstranten vom Römerberg. Szenen wie zuletzt am Stuttgarter Bahnhof.

2.) Knechte für die Dschungel-Köhlereien – Greenpeace enthüllt, wie deutsche Firmen indirekt zur Abholzung des Regenwaldes in Brasilien beitragen. Die Staatschefin bekommt ein Imageproblem.

3.)  „Ein Frankenstein-Projekt“ (26.4.12) Ein höchst umstrittenes Waldgesetz ist vom brasilianischen Parlament gebilligt worden. Es begünstigt die Agrarlobby. Umweltschützer kritisierten die Entscheidung.

4.) Rheinmetall konzentriert sich auf die Rüstung – Dicke Knarren überrollen schnelle Karren (17.5.12) Rheinmetall legt sich auf das Waffengeschäft fest, die Autosparte will die Firma abstoßen. Die Kritische Aktionärin Kerschgens kritisiert den Bau einer Panzerfabrik in Algerien.

5.) Treibhausgas aus trockengelegten Mooren – Im Klimasumpf von Borneo (13.5.12) Umweltschützer versuchen, in einem Nationalpark Moore vor dem Austrocknen zu bewahren und Wälder aufzuforsten. In der Nähe wird weiter abgeholzt und entwässert.

6.) Staudammbau in Brasilien – Kahlschlag mit deutscher Hilfe (12.5.12) Seit Jahresbeginn rollt im Gebiet um den geplanten Staudamm Belo Monte in Amazonien schweres Gerät – aus Deutschland. Filmemacher Martin Keßler will wachrütteln

7.) Eisrutsch in der Antarktis droht – Unverwundbare Platte löst sich auf (10.5.12) Der Klimawandel setzt der Antarktis wohl doch stärker zu als bisher angenommen. Deutsche Forscher warnen, dass die zweitgrößte Schelfeisfläche der Region rapide schmelzen wird.

8.) Emission kostet hunderte Millionen – Dicke Luft kommt teuer (10.5.12) Schäden an Gesundheit und Umwelt kosten in der EU jährlich mindestens 100 Milliarden Euro. Bei den großen Verschmutzern sind deutsche Kohlekraftwerke vorn dabei.

Protestaktion von Rettet den Regenwald

Der Konzern Cargill verkauft Palmöl aus der Regenwald-Vernichtung auf Sumatra, wo die letzten Orang-Utans leben.

Damit beteiligt sich der multinationale Konzern an der Zerstörung des womöglich wichtigsten Regenwald-Gebiets der Erde. Nur hier leben die gefährdeten Menschenaffen zusammen mit seltenen Tigern, Elefanten und Nashörnern. Aufgrund von Profitgier könnten sie bald alle den Flammen zum Opfer fallen. Denn für Palmöl wird ihr letzter Lebensraum gerodet.

Etwa 100 Orang-Utans sind bereits elendig im Feuer umgekommen, das berichten Umweltschützer vor Ort. Bis Ende 2012 könnten sie sogar ganz aussterben, wenn die Rodungen fortgeführt werden.

Der multinationale Konzern Cargill ist einer der größten Palmöl-Importeure – auch hier nach Deutschland. Er handelt geschätzte 25 Prozent des weltweiten Palmöls. An seinem Hamburger Standort Harburg betreibt Cargill Fettraffination. Aus dem Rohstoff Palmöl werden dann u.a. Margarine, Emulgatoren und Kerzen hergestellt.

Mehr Infos: Cargill und der Rohstoff Palmöl

Bitte schreiben Sie der Geschäftsführung von Cargill und fordern Sie sie dazu auf, die Orang-Utans zu schützen statt sich an ihrer Ausrottung zu beteiligen.

Und was bringt die Taz an Neuigkeiten?

1) Geflügelfarm Wiesenhof: Tierquälern droht doch noch Strafe (6.4.12) Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat angeordnet, die Ermittlungen wegen Misshandlung von Hühnern auf einer Farm in Twistringen wieder aufzunehmen. Ein verdeckt aufgenommene Video wird nun doch als Beweismaterial anerkannt. Das erstinstandzliche Gericht hatte das noch abgelehnt weil es die Privatsphäre der beschuldigten Mitarbeiter verletzt sah.

Kommentar hh: Ein Stückchen Privatsphäre wurde als Sozialsphäre anerkann die alle angeht, und das war  in dem Falle recht so. Auch wenn es noch etwas dauern dürfte, bis die gesamte Fleischproduktion zur öffentlichen Angelegenheit wird und damit Maßstäben nachhaltiger Entwicklung  unterworfen werden kann.

2) Grass und Israel: „Widerrufen werde ich auf keinen Fall“ (6.4.12) 

Kommentar hh: Oh weh, jetzt will der seinen nur allzu berechtigten Schuldgefühlen im Krebsgang enteilender “letzte Interlektuelle Deutschlands” nun auch noch als Deutscher Galilei in die Tugendgeschichte unseres geschätzen Großvaterlandes eingehen. Und man muss fürchten, ihn demnächst auch noch beim gemeinsamen Kuscheltalk mit Maischberger und Beckmann erleben zu müssen – vielleicht mit einer Schalte aus Teheran zu einem anderen großen Hobbydichter.  Der hätte aber immerhin die Chuzpe, selbstmitleidlos öffentliche Würdigungen entgegen nehmend an das Original zu erinnern:   

“Ich will heute wieder ein Prophet sein: Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in- und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann würde das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.” (Adolf Hitler)

Lesenswert auch: “Der an seiner Schuld würgt” von Micha Brumlik (vom 4.4.12)

3) Beratungsposten in der Regierung FDP-Minister beschäftigen Lobbyisten (5.4.12) In FDP-geführten Bundesministerien arbeiten offenbar Mitarbeiter von Interessenverbänden als Berater. Insgesamt beschäftigte die Regierung im ersten Halbjahr 2011 70 Leihmitarbeiter.Davon kamen sechs aus Wirtschafts- oder anderen Interessenverbänden, der Großteil (43) vom Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

4) Bundesrechnungshof für kleineren MAD – Spione mit Doppelstrukturen (5.4.12) Der Bundesrechnungshof fordert eine Verkleinerung des Militärischen Abschirmdienstes.

5) Transparenz bei Parteispenden – Deutschland kontrolliert zu lasch (5.4.12) ie Staatengruppe gegen Korruption des Europarates kritisiert Deutschland für seine lasche Kontrolle von Parteispenden. Vor allem in Wahlkampfzeiten leide die Transparenz.

6) Empfindliche Hasen (6.4.12)  Feldhasen können sich zwar imposant schnell vermehren. Trotzdem stehen sie auf der Roten Liste, weil Landwirtschaft und Biobenzin ihre Lebensgrundlage rauben.

7) Klimawende kaum noch machbar – Die Wettermaschine schaltet hoch (20.3.12) Die Zahl der Naturkatastrophen in Deutschland hat sich in den letzten 40 Jahren verfünffacht. Laut Experten bleibt nur ein kleines Zeitfenster, um die Erderwärmung umzukehren.

8) Mit alternativen Energien aus der Krise – Athen will Solarstromexporteur werden (3.4.12) Die Griechen könnten laut Lucas Papademos der „größte Exporteur sauberer Energie in der EU werden“. Die Vision des Ministerpräsidenten stößt in Deutschland auf Skepsis.

9) Energiekonzerne feiern sich – Ein bisschen Grün schadet nicht (2.4.12) Energiefirmen verteilen gern Preise an sich selbst – fernab der Realität, meint Greenpeace. Die Jurys sind industrienah besetzt, die Kriterien der Presivergabe unklar.

10) Abholzungen in Indien -Rodungen bedrohen Bergwelt (1.4.12) Der Wirtschaftsboom frisst eines der wichtigsten Ökosysteme der Erde. Eine lokale Organisation will Artenvielfalt und sauberes Grundwasser im Alleingang erhalten.

11) Brände nach Kahlschlag in Indonesien – Flammenmeer im Regenwald (1.4.12) In der Provinz Aceh erhielt ein Palmölunternehmen Nutzungsrechte für den geschützten Nationalpark. Der Gouverneur der Provinz muss sich nun vor Gericht verantworten

12) Ereignis der Kategorie N – AKW Brokdorf vom Netz genommen (29.3.12) Im Zuge einer Inspektion im AKW Brokdorf in Schleswig-Holstein wurden fehlerhafte Spannfedern an Brennelementen entdeckt. Der wurde Reaktor runtergefahren.

13) Hauptursache für umweltbedingte Todesfälle – Dreimal mehr Tote durch Feinstaub (26.3.12)  Die OECD prognostiziert einen drastischen Anstieg der durch Feinstaub hervorgerufenen Todesfälle. Umweltschützer fordern die Aufhebung der zahlreichen Ausnahmegenehmigungen.

14) Privathaushalte machen den meisten Müll – Von wegen verantwortungsbewusst (13.3.12) Nach einer Studie der Bundesregierung wirft jeder Deutsche im Jahr 82 Kilo Lebensmittel weg. Insgesamt werden jährlich hierzulande 11 Millionen Tonnen Abfall produziert.

Und was bringt die Taz neues?

A) BEMERKENSWERT

1.) Umweltbilanz von Elektroautos – Öko nur gegen Aufpreis (30.1.12) Der Opel Ampera ist das erste deutsche Elektroauto für den Alltag. Ein neus Gutachten zeigt aber: Ohne Ökostrom sind Elektroautos eine Klimabelastung.

2.) Boykott jüdischer Geschäfte im NS-Regime – Verraten und verkauft (30.1.12) Moderner Antisemitismus hat verschiedene Ursachen und folgt bestimmten Mechanismen – es wird nicht mehr religiös argumentiert. Welche sind das und wie wirken sie?

3.) Die Angst der Bundesregierung vor den Akten – 20 Jahre Vorzensur (30.1.12) Das Stasiunterlagen-Gesetz (StUG) wird nach 20 Jahren als großer Erfolg gefeiert. In Wahrheit ist es ein fauler Kompromiss zwischen Aktenöffnung und Staatsräson. Denn die Regierung Kohl hatte seinerzeit viel zu verbergen.

4-) Weltsozialforum in Porto Alegre – Gemeingüter als dritter Weg (29.1.12) In Porto Alegre wird der Diskurs über die “Commons” zum globalisierungskritischen Mainstream. Zwischen Markt und Staat soll sie zur dritten Alternative werden.

Anm. hh: Nunja, Herstellung, Gestaltung und Verteidigung von Brauchbarem “dem Zugriff der Märkte entziehen” als Alternative zur angefeindeten “Green Economy” auszugeben, dürfte nicht mehr einbringen, als sich soziologische Nischen als “die” gesellschaftliche Persektive zurecht zu träumen. Die bräuchte wohl eher ein intelligentes Zusammenspiel von Green Economy und Inseln gemeinsamer Verantwortung.

B) BAD NEWS

1.) Syrische Rebellen unter Druck – Assad-Truppen machen Boden gut (30.1.12) Syrische Regierungstruppen haben Außenbezirke von Damaskus zurückerobert. Laut Aktivsten gehen die Truppen von Präsident Assad von Haus zu Haus und nehmen Menschen fest.

2.) Überwachung von Linke-Abgeordneten – Die Hälfte der Fraktion wird verdächtigt (29.1.12) Parteichef Ernst zufolge sollen nicht 27 sondern mindestens 42 Abgeordnete der Linkspartei vom Verfassungsschutz überwacht worden sein.

C) NOT SO BAD

 1.) Verfassungsschutz im Fernsehen vorgeführt – Vom Blockwart zum Antifaschisten (30.1.12)  Dass im öffentlich-rechtlichen Fernsehen der Verfassungsschutz ausgelacht wird, wäre vor den Nazi-Morden undenkbar gewesen. Nun passiert es bei Günther Jauch.

Anm. hh: Leider ist in dem Artikel nichts über die Lacherfolge des CSU-Generalsekretär Dobrindt zu erfahren, der einen Verbotsantrag gegen die Linke ins Spiel brachte.

“Ich denke, wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, dass wir mittelfristig auch zu einem Verbotsverfahren kommen.”

Quelle: Spiegel-online vom 30.1.12

Sollte dem Publikum sein Lachen im Halse stecken geblieben sein? Vielleicht stellte sich so etwas wie eine Ahnung der Möglichkeit ein, dass hier gar kein “politischer Quartalsirrer” (Ramelow) oder “Politclown” (der Tagesspiegel) unfreiwillige Saire darbot, sondern sich nach Köhler mal wieder einer vom Schwarzen Block.der Regierigen verplappert und unfreiwillig das ausgesprochen hat, was man sich in diesen Kreisen so an strategischem Zeugs durch den Kopf gehen lässt – für irgend welche künftigen Occopy-Capitalism-Zeiten?

2.) Interview zur Urbanen Landwirtschaft -”Gewächshäuser und Dachgärten” (28.1.12) Berlin könnte viel mehr Obst und Gemüse direkt in der Stadt ernten, sagt der Forscher Axel Dierich. Doch der Senat zeige zu wenig Engagement

Zur Wannseekonferenz am 20. Januar 1942

Das vielleicht  intensivste Stück Aufklärung, das das Deutschlandradio heute zur Erinnerung an die Wannseekonferenz vor genau 70 Jahren leistete, kam wohl ausgerechnet vom O-Ton Adolf Eichmanns. Im Rahmen seines Prozesses hatte der die Abwesenheit irgend eines Anzeichens von Distanz bei den an der Konferenz teilnehmenden Staatssekretären, Polizei- und Reichsbahnfunktionären usw. geschildert.  Einige hätten sogar einen geradezu freudigen Diensteifer an den Tag gelegt.

“Hier war nicht nur eine freudige Zustimmung allseits festzustellen, sondern darüber hinaus ein gänzlich unerwartetes, ich möchte sagen, sie Übertrumpfendes und Überbietendes im Hinblick auf die Forderung zur Endlösung der Judenfrage.”

Quelle: Deutschlandradio vom 20.1.12

Dieser in der gesellschaftiichen Normalität steckende Extremismus, der als stinknormale Anpassungsleistung stinknormaler Menschen an eine zur Volksgesundheitsnormalität werdende  gesellschaftliche Geisteskrankheit zutage tritt, (als “Banalität des Bösen”) beunruhigt – um so mehr, als eine erneute Verbindung von Massenwahnsinn und imperialer Politik mit dem Mittel des Massenmords  nicht für alle Zukunft ausgeschlossen werden kann. Denn wir können nicht wissen, welche Wendungen die “Vorgeschichte der Menschheit” (Marx)  nimmt, wenn sich Küstenstädte nicht mehr halten lassen, Ernteausfälle sich in Euro (und nicht mehr nur in Cent) bemerkbar machen, der Weltgeldverkehr zusammenbricht, die Meere akut sauer aufzustoßen drohen usw.  Wohin entwickelte sich dann zum Beispiel die “Gemeinwohligkeit” derjenigen Menschenfreunde, die sich heute so außerordentlich gutmeinend um  “das Bevölkerungswachstum” sorgen?

Die im Reflektionsvermögen der zur Mitmenschlichkeit drängenden Kräfte leider kaum (noch) präsente Arbeit “Ökonomie der Endlösung” von .Susanne Heim und Götz Aly hatte  m.E. sehr eindrucksvoll beschrieben, wie Wechselwirkungen zwischen Alltag, Ideologie, Wissenschaft, Verwaltungshandeln (und deren Eigenlogiken bzw. -perspektiven) und Kapitalbedürfnissen zur mörderischen Mischung geraten können. Aly und Heim trugen z.B. Hinweise zusammen, die darauf schließen ließen, dass Nazideutschland einen quasie “wissenschaftlicher Imperialismus” betrieb und all sein hinterwäldlerischer Irrationalismus Element höchstgradig moderner, rationaler Strategien war.

Mit “Bevölkerungspolitik” befasste Wissenschaftler hatten etwa über Bedingungen einer effizienten Industrieentwicklung geforscht, und waren zu dem Ergebnis gekommen, dass diese die Abnahme der Bevölkerungsdichte voraussetzt, d.h. die optimale Entwicklung einer effizienten Industrie nach Entledigung von – durch eben die industrielle Entwicklung – “überflüssig” gewordenen Essern verlangt. So hätten die Auswanderungsströme des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts aus Europa dessen Entwicklung entschieden voran getrieben, was in den USA wiederum die Siedlungsbewegung und die damit verbundene “Dezimierung” der Urbevölkerung erledigte.

“11 Millionen der Endlösung zuzuführender Juden” war – dem Protokoll der Wannseekonferenz zufolge – das Plansoll der damals bereits angelaufenen Mordmaschinerie. Der Gedanke, dass dies womöglich als Element einer langfristig angelegten Strategie des wissenschaftlichen Imperialismus gedacht war, (oder sich allmählich dazu entwickelte) dessen Ziel ein einheitlicher europäischer Binnenmarkt deutscher Nation mit einer Unterteilung in Sklaven- und Herrenvölkern war, für dessen “optimale Bevölkerungsdichte und-zusammensetzung”  ein Großteil der einheimischen Bevölkerung in den eroberten Ländern auszurotten sei, scheint so ungeheuerlich, dass – meiner Erinnerung nach – auch Aly und Heim davor zurück geschreckt waren, das in dieser Deutlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Dabei legt das, was über den Generalplan Ost bekannt wurde, genau das nahe.

Auch dies ein guter Grund, sich die “Wannseekonferenz” zu vergegenwärtigen – außer dass dies so oder so ein Gebot der – weiteren – Mitmenschlichkeitswerdung ist.

Gruß hh

Siehe auch den Bericht in der Taz vom 20.1.12:

70 Jahre Wannsee-Konferenz – “Beteiligte Zentralinstanzen” Die Teilnehmer der Konferenz hatten umzusetzen, was die NS-Spitze um Hitler, Himmler und Göring zuvor beschlossen hatte.

Anm. hh In dem Bericht eingeflochten ist ein Faksimile  des Protoklls der mörderschen Veranstaltung.

Und was bringt die Taz an Neuigkeiten?

A) BEMERKENSWERT

1) Kreuzfahrtschiffe und die Umwelt -Boom-Branche mit Schmuddel-Image (16.01.12)Für den Tourismus sind Kreuzfahrten die Erfolgsstory der letzten Jahre – 5,5 Millionen Europäer machten 2010 eine. Für die Umwelt sind sie eine Katastrophe.

“Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Umweltbelastung durch Schiffe zu reduzieren, etwa Umstieg vom Schweröl auf umweltfreundlicheres Dieselöl. Aber laut Nabu verweigern die Konzerne aus Profitgier die Verwendung von Schiffsdiesel und den Einbau von Abgastechnik. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation stößt ein einziger Ozeanriese auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Autos auf der gleichen Strecke. Und die Bilanz in puncto Treibhausgas? Nach übereinstimmenden Studien steuert die Seeschifffahrt 2,7 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen bei – ungefähr so viel wie der viel gescholtenen Flugverkehr. Daher plant die EU, den Emissionshandel in Zukunft auch auf den Schiffsverkehr anzuwenden.”

Anm. hh: Wie diese Form der Erholung vom Arbeitsleben bzw. des Stillens von Erlebnishunger wohl auf Weltkonferenzen vereinigter Völker verhandelt würde, die Richtlinien eines globalen Nachhaltigkeitsmanagements auszuarbeiten und das danach Ausprobierte zu evaluieren hätten?

2.) Südtunesien Wüste, Palmen, schroffe Berge (14.01.12)  In der entwicklungsschwachen Region des Dahar-Gebirges soll Tourismus Arbeitsplätze schaffen. 50 Prozent der Arbeitssuchenden sind Frauen mit guter Ausbildung.

3.) Syrischer Autor über Hafterfahrungen – “Die Syrer geben wirklich alles” (15.01.12) Der Kampf für Freiheit, die Angst, das Gefängnis: Der syrische Autor Mohammad al-Attar dokumentiert die Gegenwart und lässt Menschen von Gewalt berichten.

B BAD NEWS

1.) Folgen des Klimwandels in Kanada -Massensterben von Robbenjungen (5.01.12) Das Meereis vor Kanadas Küsten wird deutlich dünner. In Folge sterben immer mehr Sattelrobben, weil ihnen das Eis buchstäblich unter den Flossen wegschmilzt

2.) Energiewende schlecht für Naturschutz -Öko bedroht Bio (15.01.12) Umweltschützer schlagen Alarm, weil die geplante Energiewende den Naturschutz und die Artenvielfalt bedrohe. Dadurch werde der Raubbau im Wald vorangetrieben.

Anm. hh: Wichtige Einwände, die gut zu wissen! Wüsste übrigens auch gern, ob Renate Künast  schon irgendwo Selbstkritisches geäußert hatte ob ihrer eistigen Bio-Kraftstoff-Euphorie.

Die Zwischenürschrift “Öko ist nicht gleich Bio”  hätte sich B. Pötter allerdings sparen sollen. Der Unsinn schafft nur Verwirrung. Mit “ökologisch” in einer inhaltlich, normativen Bestimmung ist ja grad auch die aktive Rücksichtnahme  auf Naturschutzbelange gemeint, und wo das nicht geschieht, kann und muss auf diesen Widerspruch aufmerksam gemacht werden so dass es heißen müsste: “Öko” ohne Ökologisierung des “Bio” wäre kein “Öko”. Oder halt: “Bio ist nicht immer öko(logisch)!” Es sei denn, es geht um die Charakterisierung von Lebensmittteln, wo der Begriff “Bio”in dem Sinne  geschützt wurde, dass bestimmte ökologische Mindeststandards  erfüllt sein müssen. Die Frage ist, ob dies auf Nicht-Lebensmittel ausgedehnt werden solllte? Dafür spricht die Verwirrrung grad beim Thema Biofuel, aber vielleicht wäre die Bezeichnung “Öko-Bindestrich” (z.B. für Öko-T-Shirts)  präziser.

C) NOT SO BAD

1.) Erfolgreicher Ortsverband verlässt FDP “Gute Arbeit ohne gelbes Label” (16.101.11) Die FDP Treuenbrietzen war mit einem Wahlergebnis von 34 Prozent bisher einer der erfolgreichsten Ortsverbände. Nun ist er fast vollständig ausgetreten.

Anm.hh: Dazu passend die neuen Poltereien des neuen FDP Marschinisten Westerwelle (Taz vom 15.1.11) :

Die Linkspartei stehe für “den Schießbefehl”, die Grünen für “Bevormundung”. Das von deren NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens angepeilte Rauchverbot in der Gastronomie führe “in eine Besserungsanstalt, nicht in eine freie Gesellschaft”.

WEITER SO! Gestern noch stand die FDP am Abgrund. Heute ist sie bereits einen Schritt weiter.

2.) Sayonara, Atomkraft (16.01.11) In Japan treffen sich 10.000 Anti-AKW-AktivistInnen aus aller Welt. Die japanische Bewegung hat viel Zulauf und Zuspruch und will sich besser vernetzen

Und was bringt die Taz an Neuigkeiten?

A) BAD NEWS

1.) Regierung schönt Arbeitslosenstatistik (30.12.11) Mehr als 100.000 Erwerbslose über 58 Jahre, die wenigstens 12 Monate Hartz IV beziehen, gelten nicht als arbeitslos. Die Grünen werfen der Bundesregierung deshalb vor, bei den Arbeitslosenzahlen vor der Einführung der Rente mit 67 zu tricksen

2.) Militär in Ägypten – Büros von NGOs gestürmt (29.12.11) Ägyptische Behörden durchsuchen die Räume von 17 ägyptischen und ausländischen Organisationen. Der Vorwurf: Illegale Finanzierung aus dem Ausland.

3.) Portrait Beobachter der Arabischen Liga  (30.11.12) Dabi, Leiter der Beobachtermission in Syrien, läuft seit einer Woche durch verwüstete syrische Städte voller Leichen und lässt wissen, ihm sei nichts aufgefallen

4.) Interview mit Ferhad Ahma -”Sie sagen, ich rede zu laut” (29.12.11) Der syrische Oppositionelle und Berliner Grüne Farhad Ahma wurde in seiner Wohnung zusammengeschlagen. Er ist sicher: Es war Assads Geheimdienst.

Zu Aktivitäten des syrischen Geheimdienstes siehe auch den Bericht der Berliner Zeitung vom 28.12.11

5.) Lohndumping im Bananenhandel – Billig-Bananen haben ihren Preis
(30.12.11) Hungerlohn und Gefahren für die Gesundheit: Bananenernter in Ecuador haben es schwer. Schuld sind Supermarktketten wie Aldi und Lidl, sagt Oxfam.

B) NOT SO BAD

1.) Tabaksteuererhöhung Mehr Kohle für Kippen (30.12.11)

2.) Repatriierungsbewegung in Gang (30.12.11)  Indigene Völker fordern seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zunehmend die einst verschleppten Schädel und Skelette ihrer Vorfahren zurück.

C) BEMERKENSWERT
1.) China importiert Italien (29.12.11) Nirgends wächst die Sehnsucht nach Luxus so schnell wie im Reich der Mitte. Die neue Elite erfüllt sich Träume im eigenen Land – und baut gleich ganze Städte nach.

Anm: hh: Ist da etwa eine neue Methode in Sicht, die infolge der Meeresspiegelerhöhung bedrohten Küstenstädte vor dem Untergang zu retten? Ok, Scherz beiseite! Das Berichtete führt wohl eher die Notwendigkeit vor Augen, endlich eine Wirtschaftsordnung auf den Weg zu bringen, die auf einem weltgemeinschaftlichen Nachhaltigkeitsmanagement.aufbaut.

3.) Die Rente mit 67 ist richtig aber sie kommt zu früh (vom 28.12.11) Viele Beschäftigte scheiden nicht etwa freiwillig aus dem Berufsleben aus. Sie sind krank oder arbeitslos. Wenn ab Januar das Rentenalter schrittweise auf das 67. Lebensjahr steigt – dann wird damit faktisch nur die Rente gekürzt. Dabei ist die Rente mit 67 eigentlich eine richtige Idee, denn die Deutschen leben immer länger – und sie sind auch länger gesund.

Anm hh: Oh weh! Nichts gegen Querdenkerei, aber bevor ausgerechnet in der Taz längere Pflicht-Lebensarbeitszeit geheiligt werden, sollte doch wohl eher überlegt werden, wie die Altersruhe (d.h. die dies bedeutende Befreiung von der lohn- und gehaltsabhängigen Beschäftigung) zu einem Moment nachhaltiger Entwicklung werden könnte (der Gesellschaft und der Betreffenen selbst ).

Das hieße z.B. zu berücksichtigen,

1) dass es eine Menge menschenunwürdiger, krank machender Arbeitsbedingungen gibt, die die Menschen zudem zeitlebens von einem Gutteil des kulturellen Lebens oder auch den Möglichkeiten politischer Partizipation ausschließen,  und dass deshalb über Möglichkeiten eines langsamen Abschmelzen von Pflicht-Arbeitszeiten mit zunehmenden Lebensalter die Rede sein müsste.

2) dass Möglichkeiten einer freiwilligen (!) Verlängerung der Lebensarbeitszeit geschaffen oder verbessert werden.

3) dass beides vielleicht einen Einstieg in ein bedingungslos allen Bürger/inne/n zur Verfügung stehendes Grundeinkommen voraussetzt. Man könnte damit mit 50 beginnen und den Betrag bis 70 in mehreren Stufen erhöhen so dass z.B. auch die freiwillige Verlängerung der Lebensarbeitszeit auch tatsächlich freiwillig ist. (Aufstockung evt. auch aufgrund von geleisteter Kinderbereutungszeit Pflege von Angehörigen oder ehrenamtlicher Arbeit)

4.) dass die Gesellschaft neben der Pflege von im Alter hilfsbedürftig Gewordenen endlich auch die Mobilisierung freiwilligen Engangenment der – endlich -  von der Arbeitspflicht Befreiten für Projekte nachhaltiger Entwicklung als eine notwendige Aufgabe (und eigentlich doch sehr schöne Herausforderung) begreift.

5.) Schließlich hätte ich gerade von Ulrike Hermann erwartet,  dass sie das Thema nutzt, um – die Fortschritte in der Entwicklung von Produktivität berücksichtigend – für eine Weiterentwicklung der Ökosteuer als ein Pfeiler der Finanzierung auch von Ruhezeiten aller Art zu werben bzw. als ein Mittel, zu einem Wirtschaften zu kommen, dass auf ein – am Ende weltgemeinschaftliches – Nachhaltigkeitsmanagemen aufbaut. Wie sonst sollen wir unserer längst ins Unheimliche gewachsenen Produktiv- bzw. Destruktivkräfte Herr werden?

4.) taz-Serie: Die Grenzen des Wachstums – Der Vater der Ökosteuer (30.12.11)  Ohne Wachstum geht es nicht, sagt Hans Christoph Binswanger. 1,8 Prozent sind aber genug. Das könne ohne zusätzlichen Verbrauch von Ressourcen umgesetzt werden.

5.) Arabischer TV-Sender “Al-Dschasira”  Das Fenster zur Revolution (27.12.11) Als der Arabische Frühling begann, war al-Dschasira immer dabei. Für die Revolutionäre wurde er zur Hauptinformationsquelle.

6.) Rückblick auf arabische Revolutionen 2011 Das war erst der Anfang Wilde Schießereien in Tunis, furchtlose Demonstranten auf dem Tahrirplatz, beste Stimmung in Tripolis: Ein persönlicher Rückblick des taz-Korrespondenten.

7.) Porträt über den verfolgten syrischen Kurden Hussein Dauud – Eine vorhersehbare Odyssee (30.12.11) Nach zehn Jahren konnte der syrische Kurde Hussein Dauud erneut nach Braunschweig fliehen – von dort war er einst trotz Protestes von Flüchtlingsinitiativen nach Syrien abgeschoben worden. Hinter ihm liegen Jahre voll Folter und Geheimdienstverfolgung.

8.) Ärztin mit sozialer Verantwortung – Der heiße Stein  (26.12.11) Die Ärztin Dörte Siedentopf organisiert seit 20 Jahren Erholungsaufenthalte für Tschernobyl-Kinder. Sie ist fassungslos über den Umgang mit Fukushima

9.) Wulffs Freund Carsten Maschmeyer – Besser nicht die Wahrheit (21.12.11) Der umstrittene Finanzdienstleister Carsten Maschmeyer hat zahlreiche Freunde in der Politik. Und den richtigen Riecher. Davon profitierte auch sein Finanzvertrieb AWD.

Anm. hh: Wirft im Übrigen auch ein bezeichnendes Licht auf den Schöderinsmus und seinem Sigmunidstischen Ausläufer.