Protestaktion von Rettet den Regenwald

Der Konzern Cargill verkauft Palmöl aus der Regenwald-Vernichtung auf Sumatra, wo die letzten Orang-Utans leben.

Damit beteiligt sich der multinationale Konzern an der Zerstörung des womöglich wichtigsten Regenwald-Gebiets der Erde. Nur hier leben die gefährdeten Menschenaffen zusammen mit seltenen Tigern, Elefanten und Nashörnern. Aufgrund von Profitgier könnten sie bald alle den Flammen zum Opfer fallen. Denn für Palmöl wird ihr letzter Lebensraum gerodet.

Etwa 100 Orang-Utans sind bereits elendig im Feuer umgekommen, das berichten Umweltschützer vor Ort. Bis Ende 2012 könnten sie sogar ganz aussterben, wenn die Rodungen fortgeführt werden.

Der multinationale Konzern Cargill ist einer der größten Palmöl-Importeure – auch hier nach Deutschland. Er handelt geschätzte 25 Prozent des weltweiten Palmöls. An seinem Hamburger Standort Harburg betreibt Cargill Fettraffination. Aus dem Rohstoff Palmöl werden dann u.a. Margarine, Emulgatoren und Kerzen hergestellt.

Mehr Infos: Cargill und der Rohstoff Palmöl

Bitte schreiben Sie der Geschäftsführung von Cargill und fordern Sie sie dazu auf, die Orang-Utans zu schützen statt sich an ihrer Ausrottung zu beteiligen.

Und was bringt die Taz an Neuigkeiten?

1) Geflügelfarm Wiesenhof: Tierquälern droht doch noch Strafe (6.4.12) Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat angeordnet, die Ermittlungen wegen Misshandlung von Hühnern auf einer Farm in Twistringen wieder aufzunehmen. Ein verdeckt aufgenommene Video wird nun doch als Beweismaterial anerkannt. Das erstinstandzliche Gericht hatte das noch abgelehnt weil es die Privatsphäre der beschuldigten Mitarbeiter verletzt sah.

Kommentar hh: Ein Stückchen Privatsphäre wurde als Sozialsphäre anerkann die alle angeht, und das war  in dem Falle recht so. Auch wenn es noch etwas dauern dürfte, bis die gesamte Fleischproduktion zur öffentlichen Angelegenheit wird und damit Maßstäben nachhaltiger Entwicklung  unterworfen werden kann.

2) Grass und Israel: „Widerrufen werde ich auf keinen Fall“ (6.4.12) 

Kommentar hh: Oh weh, jetzt will der seinen nur allzu berechtigten Schuldgefühlen im Krebsgang enteilender „letzte Interlektuelle Deutschlands“ nun auch noch als Deutscher Galilei in die Tugendgeschichte unseres geschätzen Großvaterlandes eingehen. Und man muss fürchten, ihn demnächst auch noch beim gemeinsamen Kuscheltalk mit Maischberger und Beckmann erleben zu müssen – vielleicht mit einer Schalte aus Teheran zu einem anderen großen Hobbydichter.  Der hätte aber immerhin die Chuzpe, selbstmitleidlos öffentliche Würdigungen entgegen nehmend an das Original zu erinnern:   

„Ich will heute wieder ein Prophet sein: Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in- und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann würde das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“ (Adolf Hitler)

Lesenswert auch: „Der an seiner Schuld würgt“ von Micha Brumlik (vom 4.4.12)

3) Beratungsposten in der Regierung FDP-Minister beschäftigen Lobbyisten (5.4.12) In FDP-geführten Bundesministerien arbeiten offenbar Mitarbeiter von Interessenverbänden als Berater. Insgesamt beschäftigte die Regierung im ersten Halbjahr 2011 70 Leihmitarbeiter.Davon kamen sechs aus Wirtschafts- oder anderen Interessenverbänden, der Großteil (43) vom Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

4) Bundesrechnungshof für kleineren MAD – Spione mit Doppelstrukturen (5.4.12) Der Bundesrechnungshof fordert eine Verkleinerung des Militärischen Abschirmdienstes.

5) Transparenz bei Parteispenden – Deutschland kontrolliert zu lasch (5.4.12) ie Staatengruppe gegen Korruption des Europarates kritisiert Deutschland für seine lasche Kontrolle von Parteispenden. Vor allem in Wahlkampfzeiten leide die Transparenz.

6) Empfindliche Hasen (6.4.12)  Feldhasen können sich zwar imposant schnell vermehren. Trotzdem stehen sie auf der Roten Liste, weil Landwirtschaft und Biobenzin ihre Lebensgrundlage rauben.

7) Klimawende kaum noch machbar – Die Wettermaschine schaltet hoch (20.3.12) Die Zahl der Naturkatastrophen in Deutschland hat sich in den letzten 40 Jahren verfünffacht. Laut Experten bleibt nur ein kleines Zeitfenster, um die Erderwärmung umzukehren.

8) Mit alternativen Energien aus der Krise – Athen will Solarstromexporteur werden (3.4.12) Die Griechen könnten laut Lucas Papademos der „größte Exporteur sauberer Energie in der EU werden“. Die Vision des Ministerpräsidenten stößt in Deutschland auf Skepsis.

9) Energiekonzerne feiern sich – Ein bisschen Grün schadet nicht (2.4.12) Energiefirmen verteilen gern Preise an sich selbst – fernab der Realität, meint Greenpeace. Die Jurys sind industrienah besetzt, die Kriterien der Presivergabe unklar.

10) Abholzungen in Indien -Rodungen bedrohen Bergwelt (1.4.12) Der Wirtschaftsboom frisst eines der wichtigsten Ökosysteme der Erde. Eine lokale Organisation will Artenvielfalt und sauberes Grundwasser im Alleingang erhalten.

11) Brände nach Kahlschlag in Indonesien – Flammenmeer im Regenwald (1.4.12) In der Provinz Aceh erhielt ein Palmölunternehmen Nutzungsrechte für den geschützten Nationalpark. Der Gouverneur der Provinz muss sich nun vor Gericht verantworten

12) Ereignis der Kategorie N – AKW Brokdorf vom Netz genommen (29.3.12) Im Zuge einer Inspektion im AKW Brokdorf in Schleswig-Holstein wurden fehlerhafte Spannfedern an Brennelementen entdeckt. Der wurde Reaktor runtergefahren.

13) Hauptursache für umweltbedingte Todesfälle – Dreimal mehr Tote durch Feinstaub (26.3.12)  Die OECD prognostiziert einen drastischen Anstieg der durch Feinstaub hervorgerufenen Todesfälle. Umweltschützer fordern die Aufhebung der zahlreichen Ausnahmegenehmigungen.

14) Privathaushalte machen den meisten Müll – Von wegen verantwortungsbewusst (13.3.12) Nach einer Studie der Bundesregierung wirft jeder Deutsche im Jahr 82 Kilo Lebensmittel weg. Insgesamt werden jährlich hierzulande 11 Millionen Tonnen Abfall produziert.