ÜBER …

… kurz oder lang werden sich die Menschen nach Möglichkeiten umsehen, das sich hinterrücks (sehr ungleich und mit ungeahnten Kosten) herstellende Füreinander vereinzelter Einzelner in  ein umweltbewusstes Miteinander zu verwandeln, das auf Grundlages eines – am Ende weltgemeinschaftlichen – Nachhaltigkeitsmanagements funktioniert.

Perspektiven

Seit es meiner höchstpersönlich eigenen Arbeiteremanzipation in diesem Sommer endlich gelang, sich aus einer Jahrzehnte währenden Patchwork-Existenz (Jobber, freier Projekteur der entwicklungspolitischen Umweltbildung und MEW-vernarrter Soziologie-Auzibi) zu winden, kann ich mich dieser Perspektive nun voll und ganz widmen also so zu sagen: professionell.

Wobei ich mich noch etwas länger im Mosikhaften bewegen werden wie im 2009 begonnenen Blog „mehr (Öko-)Kommunismus wagen“, wo sich allmählich Kristallisationspunkte eines grünen ME-Lesebuches herausbilden, (wofür ich hoffe, bald das dafür nötige Feedback organisieren zu können), das der Zukunft zugewandt auf moderne, d.h.freiheitliche und ökologisch reflektierte Vergemeinschaftung der sich entwickelnden menschlichen (Mit-)Bestimmungsvermögen blickt.

Wovon auch mein Mittun in den etwas prosaischeren, in Richtung „nachhaltige Entwicklung“ angelegten Praxis-Mosaiksteinchen durchaus beseelt ist.

Entwicklungsvorhaben: Nachhaltigkeitsstraegien

Trotz all ihrer derzeitigen Mängel sehe ich Nachhaltigkeitsstrategien, ob auf internationaler, nationaler regionaler oder lokaler Ebene, als potenzielle (Dreh-)Momente der weiteren Mensch(heits)werdung. Das heíßt, ich sehe sie als Elemente weltweit ablaufender Prozesse eines Sich-Zueingen-Machens der gesellschaftlichen Macht über die menschlichen bzw. vom menschen beeinflussten Produktionsmittel, d.h. des Willens und der Fähigkeit, über Zwecke, Methoden und Orte, die Vermeidung bzw. Begrenzung von Risiken oder in Kauf zu nehmenden Schäden und den dafür jeweils aufzubringenden Mühen rational zu entscheiden, d.h. auf Basis von Erkenntnissen, die in gemeinschaftlichen (am Ende weltgemeinschaftlichen) Erhebungs-, Abwägungs- bzw. Abstimmungsprozessen gewonnen werden.

Von solch einer weitreichenden Perspektive sind die derzeitigen Bemühungen um gemeinschaftliche „Nachhaltigkeitsprozesse“  allerdings noch weit entfernt, wie z.B. der im Rahmen des Fördervereins Lokale Agenda 21Berln Mitte e.V. – mit dem Mut der Verzweiflung – unternommene Versuch, den Berliner Verwaltungsbezirk Mitte dazu zu bewegen,  eine lokale Nachhaltigkeitsagenda  zu erstellen.

Ähnliches gilt für mein anderes Praxisfeld, nämlich dem wirklich großartigen Bemühen des Vereins Berlin 21 e.V., die 2006 vom Berliner Abgeordnetenhaus verabschiedete, und dem  „rot-roten“ Senat danach praktisch in die Tonne getretene Lokale Agenda 21 Berlins zu einer ihr gebührenden Bedeutung  zu verhelfen und – aktuell – eine daran anknüpfende Landes-Nachhaltigkeitsstrategie ins Gespräch zu bringen.

Die Schwierigkeit, sich zur Zukunftsfähigkeit aufzuschwingen.

Mein Sorgenkind ist derzeit der Verein Future-on-Wings e.V. dessen hochfliegende Pläne (z.B. den Storchenrouten entlang wandernde Ausstellungen mit Bildern und Texten zu Beweggründen und Anhaltspunkten einer nachhaltigen Entwicklung) leider in einem schmerzlichen Kontrast zur geringen Zahl der im Verein Aktiven und zahlenden Mitglieder steht. Aktiv waren am Ende noch zwei Personen, die dann ihre jeweiligen Projekte  wie etwa die ZukunftsDetektive oder die fantastische Common-Future-Ausstellung (ALP-)TRAUM EUROPA in Bildern afrikanischer Jugendlicher“. mit „exernen“ Verbündeten durchführen

Nach meiner „Diplomarbeitspause“ fält es mir nun schwer, mich wieder ans Werk zu machen. Obwohl es eine Menge guter Gründe dafür gibt, denn es gibt enige glückliche Umstände, die einen fundierten Neustart lohnend erscheinen lassen.

Vorerst kein Utopia-Topismus mehr

Ruhen lasse ich fürs erste meine mich – seit 2009 – fast täglich geritttene Leidenschaft, als ein marxistischer Topist durch die ökokapitalistische Strategie-Plattform für gutmenschliches Konsumieren (Utopia.de) zu streifen, um dort der Frage nach der möglichen Bedeutung der „Konsumsphäre als Feld sozialer Emanzipation“ nachzugehen, allzu leichtfertig angenommene „Gewissheiten“ zu bestreiten (bzw. zu erörtern) und über die Beharrlichkeit der verrückten Vorstellung zu staunen, dass der Menschen Einbildung ihr gesellschaftliches Sein bedingt.

Der Zeitaufwand ging schon längt auf keine Kuhhaut mehr, denn vieles brachte mich  wirklich ins Grübeln. Und fundierte Statements dauern. Die Kraft zum Absprung verschaffte mir nun „das Utopia-Team“ mit einer Verwarnung, die gewöhnlich die Vorstufe einer vorrübergehenden Zugangsserre ist, die wiederum nur mit einer garantiert ironiefreien Unterwerfungserklärung aufhebbar ist.

Es hätten sich immer wieder Utopisten über „polemischen Zuspitzungen“ von mir beschwert. Zur Untermauerung führte man eine Reihe Zitate an, die nach Meinung des „Utopia-Teams“ allesamt als Provokation verstanden werden könnten. Darunter der Seuftzer „Nunja, die Gottesanbeter!“ nachdem ein Veranstaltungsprogramm der ev. Kirche als Argument dafür in die Waagschale  geworfen worden war, dass „die Gier des Menschen“ die frisch und exklusiv entdeckte Ursache allen Übels dieser Welt sei. Meine Wortwahl könnte so verstanden werden, dass ich Christen mit Insekten gleich setze. (!)

Auch dass mich die Behauptung eines „Utopisten“ (= Utopia.de-User), seine altbackene Weltanschauung in Sachen Geschlechterrollen stünde „auf einem festen Fundament“, zu der Frage provozierte, ob dies vielleicht eine charmante Art sei, einzugestehen, ein Fundamentalist zu sein, (was ja immerhin sein könnte), brachte die Hüter gutmenschlicher  Kommunikationssitten auf die Ölpalme. Dort mögen sie nun gern sitzen bleiben. Hoch trieb sie Ihr Mangel an Humor, Gelassenheit und kluger Abwägung.

Für mich wurde es am Ende zum Dreh, den – irgendwie auch schmerzlichen – Abschied von einer lieb (wenn auch zunehmend teuer) gewordenen Leidenschaft abzukürzen und am Ende fröhlich von dannen zu ziehen.

Ja und nun habe ich das hier angefangen .-).

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