Lyrik und Lyriker/innen

Auch wenn ich Poesie sehr schätze und es mich insbesondere begeistern kann, wenn sich Poesie und Wissenschaft verstehen, wie es bei Marx oder Rosa Luxemburg der Fall gewesen zu sein scheint (nicht verkennend, dass sie immer wieder auch Lieblingsspielzeug von Tyrannen war, die ihre nackte Gewalt in selbstgebastelte Hymden kleideten und dass auch böse Menschen sehr wohl Lieder haben. Zu reden wären auch über die fatale Verführungskraft der Lyrik Mao Zedongs), so ist sie doch kaum präsent in meinem Alltagsleben. Leider. Bin deshalb froh, wenn zum Beispiel der Deutschlandfunk mal auf Leben und Werk bewegender Dichter hinweist.

Wie zum Beispiel auf Else Lasker-Schüler

In ihrem 1933 kurz vor der Premiere aus dem Programm des Berliner Schillertheaters genommenen Theaterstück Artur Aronymus hieß es:

Unsere Töchter wird man verbrennen auf Scheiterhaufen
Nach mittelalterlichem Vorbild.
Der Hexenglaube ist auferstanden
Aus dem Schutt der Jahrhunderte.
Die Flamme wird unsere unschuldigen jüdischen Schwestern verzehren.

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