PROJEKTE

Projekte zu machen“, d.h. Wünschenswertes im zweckgerichteten Miteinander verschiedener Akteure (Menschen und deren Institutionen) selbst mit auf den Weg zu bringen,  ist etwas zutiefst Menschliches. bzw. (mit-)menschlich Machendes. Zahl und Charakter (z.B. Grad der Freiwilligkeit) des zielbewussten Zusammen-Tuns können als Indikatoren (= Anzeichen, Anhaltspunkte) der weiteren Menschwerdung gesehen werden, die immer auch Mitmenschwerdung und  Mitmenschlichkeitswerdung ist und mit derw eiteren Menschheitswerdun einher geht. Denn die weitere Entwicklung der Mitmenschlichkeit braucht Herausbildung einer als solche tatsächlich handlungsfähigen Menschheit.

Dass das beim „Projektemachen“ entstehende Gefühl des – auch eigenen – Beieinanderseins, in dem auch das übliche Gefühl der „Entfremdung“ ein Stück weit überwunden scheint, einem auch zu ungeahnten Missetaten tragen kann und so aus einem „Gut-Gemeint“ schnell auch ein „Schlecht-Gelaufen“ werden kann, dürfte sich von selbst verstehen. Es braucht stets auch eine übergeordnete Ebene (wenn auch nicht unbedingt eine übergeordnete Instanz) der Reflexion.

Recht wahrscheinlich dürfte es am Ende schlimm kommen, wenn das MITEINANDER-ETWAS-(MIT-)BESTIMMTES-MACHEN sich ausschließlich (sic !) auf ein bestimmtes (in der Regel illusionär = nur in der Einbildung mitbestimmtes) Kollektiv von zweifelhafter Güte bezieht und Brücken gekappt sind (bzw. Brückenhaftes getilgt), die das liebenswert Besondere der Einen zum Element des gemeinsamen Vergnügens aller machen könnte und damit zum Element der menschlichen Vorgeschichte als Mitmenschlichkeitsgeschichte.

Das wohl extremstes Beispiel dafür dürfte das Nazi-Projekt eines Deutschen Großreiches sein, das als eine rassistische Menschenzuchtanstalt angelegt ist, deren Projekteure (und Betreiber) sich einbilden können, die fabrikmäißge Tötung von Abermillionen durch sie ausgegrezter Mitmenschen würde ihnen selbst „Menschenwürde“ verleihen, weil sie ihr Tun zu göttlichen „Übermenschen“ machen würde, die ihr Schicksal in der eigenen (Nazi-) Hand haben.

Also scheint wichtig, was wem als wünschenswert gilt. Und da ist die Faustformel der „nachhaltigen Entwicklung“, dass also alle gut leben können sollen ohne dabei zugleich die Grundlagen eines guten Lebens aller (auch künftiger Generationen und der natürlichen Umwelt)  zu zerstören sicher ein guter Wegweiser.

Um solcherart Projekte soll es also hier gehen. Eigene und Projekte anderer.

Als erstes möchte ich eine Projektidee zur Diskussion stellen, die sich im Zuge von Befragungen ergeben hat, die ich im Rahmen meiner Arbeit über Anzeichen struktureller Überforderung im Zusammenhang mit der Berliner Nachhaltigkeitsstrategie (und wie sie gegebenenfalls zu üerwinden wären) angestellt hatte.

Die Agenda 2010 im Geiste von Rio+20 wenden?

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